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Deutschland

Versauerung der Meere

Den Klimawandel und die Veränderungen im Meer können wir ganz gut an den Korallen beobachten, ob bei den Kaltwasserkorallen oder den Korallen die sich in den wärmeren Regionen befinden. Die Korallen reagieren so empfindlich auf Temperaturschwankungen und Versauerung der Meere, wie man es sich kaum vorstellen kann. 

 

Die Korallen fallen den Klimawandel als Erstes zum Opfer. Grund dafür ist das vom Menschen ausgestoßene CO2, es wird bis zu einem Drittel von unseren Meeren aufgenommen. Daraus resultiert aber das die Konzentration von CO2 im Wasser den pH-Wert extrem sinken lässt.

Dies hat wiederum zu Folge, das unsere Meere saurer werden und den Aufbau der Kalkskelette von Korallen, Muscheln, Seesterne und vielen anderen Schalentieren negativ beeinflussen bzw. verhindern.

 

Im Moment haben wir leider einen sichtlichen Trend in Richtung Versauerung der Meere. Durch unseren übermäßigen Ausstoß von CO2 in die Atmosphäre bilden sich jedes Jahr, Milliarden Tonnen Kohlensäure in den Meeren, was wiederum dazu führte, dass der Säuregehalt der Meere in den letzten Jahren um 30 Prozent zugenommen hat.

Die Folgen, die dadurch entstehen, können wir noch nicht absehen, da wir über diese Phänomene keinerlei Erfahrungen verfügen.

Doch eins sollte uns klar sein, wenn wir den übermäßigen Ausstoß von CO2 nicht stoppen, ist der Wandel nicht mehr aufzuhalten. Ist die Grenze erst einmal überschritten, gibt es kein zurück mehr. Dieser Zustand wird sich in den nächsten Millionen von Jahren nicht wieder ändern.

Noch sind die Meere nicht sauer, aber wir sind auf den besten Weg dort hin. Machen wir so weiter wie bisher, dann sind unserer Meere im Jahr 2100 engültig versauert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                 

                                                                                                                      Quelle: Meeresatlas 2017/ Heinrich-Böll-Stiftung

 

 

Die Versauerung der Meere schadet auch unsere Nahrungskette. Würde der pH-Wert weiter sinken und dadurch eine Veränderung in der Nahrungskette verursachen, hätte dies unvorstellbare Auswirkungen für uns alle.

Denn in den letzten 20 Millionen Jahren Erdgeschichte gab es noch nie eine so rasante Veränderung der Meere wie heute.

Wir sprechen hier auch nicht über eine Zeitspanne von Jahrmillionen, sondern von einem Jahrhundert, in dem wir unsere Meere verändern. Die ganze Nahrungskette ist auf sich eingespielt und ergänzt sich. Es hat Millionen von Jahren gedauert, das diese Nahrungskette so perfekt zusammenwirkt, wie wir sie heute kennen. Es stellt sich nur die Frage, wie lange noch?

Was Millionen Jahre lang funktioniert hat, schafft es der Mensch durch sein Fehlverhalten, in einem Jahrhundert zu zerstören.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                               

                                                                                                                                                        Quelle: Meeresatlas 2017/ Heinrich-Böll-Stiftung

 

Es ist die Geschwindigkeit, mit der wir die Meere verändern, die Lebewesen haben keine Chance sich daran zu gewöhnen! Wir setzen ein Mechanismus in Bewegung, ohne die Folgen abschätzen zu können! Wir machen etwas, was wir nicht wieder umkehren können, und wissen nicht, wohin dieser Weg uns führt!

Doch was kaum jemand weiß ist, dass dank der Ozeane, bis heute, ein radikaler Anstieg der Temperaturen und ein radikaler Klimawandel verhindert wurde, indem die Ozeane im Wasser nicht nur Wärme speichern, sondern auch jede Menge CO2.

Dies geschieht aber nur bis zu einer gewissen Grenze. Wir sollten die Grenze besser nicht überschreiten. Doch aktuelle Studien zeigen bereits eine Überlastung der Meere. Dies führt dazu, das die Aufnahmekapazität der Meere in den letzten Jahren um bis zu 10 Prozent abgenommen hat. Das Meer verändert sich, aber zum negativen.

Auf unserer Erde sind schätzungsweise nur noch 4 Prozent der Weltmeere vom Menschen unberührt, besonders gestresst sind die Meere, in den Gebieten, in denen viele Menschen leben, wie zum Beispiel in Europa oder Asien. Die Nordsee ist eines der betroffensten und gestressten Meere überhaupt, gefolgt von der Ostsee, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer.

Aber auch durch die oft in der Landwirtschaft eingesetzten Phosphate und Düngemittel gelangen Giftstoffe von den Feldern ins Grundwasser und ins Oberflächenwasser, von dort in die Flüsse und letztendlich ins Meer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

    Quelle: Meeresatlas 2017/ Heinrich-Böll-Stiftung                          

 

Fast das gleiche geschieht mit einem Teil unserer Abwässer, die auch Chemikalien aus Reinigungsmittel enthalten, sie gelangen zum Teil ungeklärt in die Meere und bilden so ein ideales Nährstoffangebot für giftige Algen. Bei einem Überangebot von Nährstoffen kommt es immer für andere Lebewesen zu einer bedrohlichen Massenvermehrung von giftigen Algenarten.

Durch unser Fehlverhalten und unsere Lebensweise begünstigen wir die Ausbreitung und Intensität der toxischen, oft giftigen Algenblüten und Algenarten. Die jedes normale marine Leben in den betroffenen Gebieten unmöglich macht.

In der Ostsee zum Beispiel gibt es schon eine sogenannte Todeszone in dem kaum noch Sauerstoff existiert und kein normales marines Lebewesen mehr dort anzutreffen ist. Die Algen haben in diesem Gebiet sämtliches Leben vertrieben.

Auch hier ist ein radikales Umdenken von Nöten, um die Versauerung der Meere zu stoppen. Wir wissen nicht, wann die Meere anfangen zu kippen und sollten es auch nicht austesten, denn ist es erst einmal soweit, gibt es leider kein zurück mehr.   

Die Grafiken stammen aus dem Meeresatlas von der Heinrich Böll Stiftung. 

Für mehr Informationen klicken sie auf den folgenden Link: Meeresatlas